Stromverbrauch und Kosten: Infrarotkabine vs. klassische Sauna 

Die Stromkosten sind massiv gestiegen und gerade zum Jahresanfang machen viele Menschen einen Check, was im Haushalt wie viel Strom kostet. Dabei muss sich auch die Sauna einer Überprüfung stellen – die klassische finnische Sauna und die Infrarotsauna: Wie viel kostet die Entspannung auf Knopfdruck pro Saunagang, im Monat und im Jahr? Wir haben für Sie den Taschenrechner gezückt.

Beginnen wir unsere Betrachtung mit der klassischen finnischen Sauna: Sie ist meist deutlich größer als die Infrarotkabine – das heißt, es muss deutlich mehr Raumluft erwärmt werden. Um uns ins Schwitzen zu bringen, muss sich die Luft auf 80 bis 90 Grad Celsius erwärmen. Dies geschieht mithilfe eines Saunaofens, der über eine hohe Heizleistung verfügen muss. Dafür rechnen wir mit einem Stromverbrauch von 6 bis 8 kWh. Zum Vergleich: Für die gleiche Strommenge könnten wir etwa 42 bis 56 Stunden den Fernseher laufen lassen.

Im Kostencheck: die finnische Sauna

Eine klassische Sauna benötigt eine Vorheizzeit von etwa 30 Minuten, damit die Umgebungsluft auch tatsächlich ihre 80 Grad Celsius erreicht. Traditionell macht man in einer klassischen Sauna als Saunagänger mehrere Durchgänge mit Pausen, in denen der Saunaofen munter weiterläuft. Rechnen wir das Anheizen (35 min), 3 Durchgänge mit jeweils 15 Minuten und zwei Ruhephasen von jeweils 20 Minuten zusammen, kommen wir insgesamt auf 120 Minuten Betriebszeit. Ein Saunaofen mit 7,5 kWh Leistung verbraucht also in dieser Zeit 15 Kilowatt. Bei einem Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde kostet uns ein Saunabesuch 6 Euro. Bei durchschnittlich einem Saunabesuch pro Woche (im Winter vielleicht öfter und im Sommer weniger), erhöht sich die Stromrechnung um 312 Euro pro Jahr.

Im Kostencheck: die Infrarotsauna

Die Infrarotkabine ist meist kleiner und kompakter als die klassische Sauna. Außerdem müssen die Strahler nicht die Umgebungsluft erhitzen, um den Körper zu erwärmen. Der Körper wird von innen heraus erwärmt und schwitzt deutlich schneller. Die lange Anheizphase entfällt und auch die sich wiederholenden Saunadurchläufe. Der Verbrauch der Strahler liegt bei etwa 1,4 bis 2,3 Kilowatt pro Stunde. Gehen wir von einem 60-minütigen Saunadurchgang (inkl. Anheizen) aus in einer Sauna mit 2,3 Kilowatt Leistung. Bei einem Strompreis von 40 Cent kostet uns diese Nutzung 92 Cent. Bei einer Nutzung der Sauna einmal wöchentlich werden im Jahr rund 48 Euro fällig. Die Infrarotsauna verbraucht also im Vergleich zur finnischen Sauna weniger Strom und benötigt weniger Platz, kein Wasser und keinen Starkstromanschluss. Sie ist deutlich schonender für den Kreislauf und kann auch von Kindern und Senioren genutzt werden.

Unser Tipp: Wer Ökostrom nutzt, kann seinen ökologischen Fußabdruck gering halten.

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